Geschichte - Turnov
Turnau wurde in der Hälfte des 13. Jahrhunderts durch Jaroslav und Havel aus dem Geschlecht Markvatic auf der Landzunge oberhalb des Flusses Iser (Jizera) gegründet. Zu den späteren Stadtherren wurden die bedeutenden böhmischen Geschlechter – das Geschlecht Vartenberk (Vartenberkové) und die Herren von Smiřice (Smiřičtí). Die Stadt litt oft unter den Truppenangriffen. Im Jahre 1468 wurde Turnau von den Lausitzer Kreuzrittern und im Jahre 1643 von Schweden niedergebrannt. Ein großer Brand bedrohte die Stadt auch im Jahre 1707. Trotz alles Unglückes entwickelten sich hier jedoch schnell die Gewerbe. Bereits im 17. Jahrhundert entstanden hier die ersten Glashütten für die Herstellung „der gebrannten Glaskomposition“, d.h. die Anfertigung der künstlichen Edelsteine aus Glas. Im 16. Jahrhundert wirkte hier eine Reihe der Schleiferwerkstätte, die hiesige und eingeführte Edelsteine bearbeiteten und schliffen. Der Handel mit Edelsteinen blühte vor allem im 18. und 19. Jahrhundert, wann sie in die ganze Welt ausgeführt wurden. Die Tradition der Schmuckherstellung entwickelt sich in Turnau bis zum heutigen Tage. Im Jahre 1884 wurde hier als erste ihrer Art in Europa die Fachschule für Geschmeidemacher gegründet.
Tours - Turnov
Außer den eigenen touristischen Attraktivitäten wird die Stadt zum idealen Ausgangspunkt für die Wanderungen durch die Felsenstädte von Groß-Skal (Hruboskalsko) und Klein-Skal (Maloskalsko) und durch die Klokočí-Felsen (Klokočské skály). Erwähnenswert ist die gotische Kirche St. Nikolaus (Kostel sv. Mikuláše) aus dem 14. Jahrhundert, die im Renaissancestil umgestaltet und im J. 1722 barockisiert wurde. Zur Dominante der Stadt wird die neugotische Kirche der Jungfrau Maria (Kostel Panny Marie) aus dem 19. Jahrhundert mit nicht fertig gebautem Turm. Die Klosterkirche St. Franz von Assisi (Kostel sv. Františka z Assisi) aus dem 17. Jahrhundert wurde einige Male durch Brand vernichtet und am Anfang des 19. Jahrhunderts wurde sie zum letzten Mal umgebaut. Das Stadttheater aus den Jahren 1872 – 1874 hat eine verkleinerte Gestalt des Prager Theaters Prozatímní divadlo. Im Bezirksmuseum des Böhmischen Paradieses befindet sich eine umfangreiche Exposition der Edelsteine, Geschmeide, der Geologie, Archäologie, Geschichte und der Völkerkunde. Einzigartiges panoramatisches Bild von Mikoláš Aleš „Das Niedermachen der Sachsen unter Groß-Skal“ (Pobití Sasíků pod Hrubou Skálou). Zu den häufig ausgesuchten touristischen Zielen gehören das Schloss Groß-Rohosetz (Hrubý Rohozec), die Burg Waldstein (Valdštejn) und Dlask Gehöft (Dlaskův Statek) im Dorf Dolánky u Turnova. Die Verwaltung des Naturschutzgebietes Böhmisches Paradies.
Zajímavé odkazy:
www.turnov.cz _(hide) ↑