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Bratislava
Die Hauptstadt der Slowakischen Republik Bratislava ist eins der jüngsten Hauptstädte in Europa. In dieser modernen Metropole leben derzeit mehr als 426.000 Einwohner. Die Stadt befindet sich in einer fruchtbaren Ebene und ihre Lage auf den beiden Ufern des Flusses Donau – Dunaj hat seit jeher zur wirtschaftlichen und kulturellen Entwicklung beigetragen. Dank der reichen Geschichte, dem kulturellen und gesellschaftlichen Leben, den touristischen Aktivitäten und den entwickelten
Dienstleistungen ist Bratislava in der Gegenwart die meistbesuchte Stadt der Slowakei. Der Entwicklung des Tourismus trägt auch die gute Verkehrserreichbarkeit bei, und bei der Stadt befindet sich ein internationaler Flughafen.
Geschichte - Bratislava
Die Geschichte der Stadt Bratislava ist außergewöhnlich reich. Schon im 2. Jahrhundert vor unserer Zeitrechnung existierte auf dem Gebiet der Stadt ein umfangreiches keltisches Oppidium. Im weiteren Zeitraum wurde aus dem Gebiet der Stadt eine militärische Grenzfestung der Römer, an der Kreuzung der Handelswege. Bestandteil einer Verteidigungslinie gegen einen Überfall der barbarischen Stämme. Die Vorfahren der heutigen Einwohner der Slowakei kamen in das gebiet der Stadt im Zeitraum zwischen dem 5 und 6 Jahrhundert unserer Zeitrechnung. Es entstand hier eine mächtige slawische Burgstätte, die eines der Verwaltungszentren des Großmährischen Reiches wurde. Anfangs des 11. Jahrhunderts wurde die Stadt ein Teil des ungarischen Königsreichs und ihre strategische Lage wurde der Grund vieler Angriffe. Die Burg hielt durch und schrittweise wurde auch unter der Burg und in den umliegenden Siedlungen erweitert. Diese Entwicklung wurde mit dem Überfall der Tataren zunichte gemacht. Nach dem Abgang der Tataren wurden die Siedlungen erneuert und die Stadt hat schrittweise angefangen Festungen aus Stein zu bauen. Im Jahre 1291 hat die Stadt königliche Privilegien erhalten. Die Machtkämpfe um die Stadt, die in den nachfolgenden Jahrhunderten erfolgten, hat der König Matěj Korvín beendet, dessen Herrschaft dem Aufschwung der Stadt geholfen hat. Durch seine Anregung entstand in Bratislava im Jahre 1465 die erste Universität - Academia Istropolitana, die jedoch nach seinem Tod im Jahre 1491 zugrunde ging. Ein wichtiger Meilenstein in der Entwicklung der Stadt war die Niederlage der ungarischen Armee bei Moháč mit den türkischen Armeen. Bratislava wurde nachfolgend belagert, aber paradoxerweise half der Stadt, dass sich in der Stadt der geflohene ungarische Adel versteckt hat. Bratislava wurde die ungarische Hauptstadt, Parlamentstadt des Königsreichs und die Krönungsstadt der ungarischen Könige, Sitz des Königs, des Erzbischofs und der wichtigsten Institutionen. In den Jahren 1536 – 1830 wurden hier 11 Könige und Königinnen gekrönt. Ein schwerer Zeitraum wurde das 17. Jahrhundert. Rehkatholisierung, Antihabsburger Aufstand, Plünderungen, weiter andauernden Kriege mit den Türken, Brände, Naturkatastrophen und Pestepidemien bedeuteten für die Stadt eine Stagnation. Ein Wiederaufschwung erfolgte erst im 18. Jahrhundert, als es zur Verdreifachung der Einwohnerzahl kam, der Entwicklung des Handels und als das kulturelle und gesellschaftliche Leben sich entwickelte. Der größte Aufschwung der Stadt kam im Zeitalter der Herrschaft der Kaiserin Marie Terezie. Ein schicksalhafter Niedergang auf die Stadt des Provinzcharakters kam aber mit der Herrschaft vom Josef II, der die Zentralämter nach Budín und Wien verlagert hat, wobei dann ein Massenabfluss des Adels folgte. Der nächste Schlag waren die Reformen des Napoleonkrieges und ein traurige Punkt wurde die Tatsache, dass im Jahre 1811, durch Unachtsamkeit der Garnison, die Burg von Bratislava ausbrannte. Trotz aller Katastrophen hat sich die Stadt immer wieder erholt. Bratislava, überwiegend als deutsche Stadt, fing an ein Zentrum der slowakischen Bildung zu werden. Auf dem evangelischen Lyzeum wurde im Jahre 1803 das Institut der Sprache und der tschechoslowakischen Literatur gegründet, in dem als Professor Ľudovít Štúr tätig war. Die rasende Entwicklung der Stadt kam im 19. Jahrhundert, mit dem Anbruch der Industrialisierung. Donau wurde eine frequentierte Wasserstrasse. An der Jahrhundertwende, vom 19 zum 20 Jahrhundert, wurde Bratislava das zweitwirtschaftlichste Stadt Ungarns, womit auch die Entwicklung der Architektur und des Lebensstandards der Bevölkerung zusammen hing. Die schweren Jahre des ersten Weltkrieges beendete die Niederlage der Österreichisch – Ungarischen Monarchie und es entstand die Tschechoslowakische Republik. Im Zeitraum zwischen den Kriegen kam es zum allgemeinen Aufschwung der Stadt. Nach der Ausrufung des selbständigen Slowakischen Staates wurde Bratislava am 14. März 1939 die Hauptstadt der eigenständigen Slowakei. Am 4. April 1945 befreite die Sowjetische Armee Bratislava und damit ist es faktisch zu einem Untergang des Slowakischen Staates gekommen. Nach dem Jahr 1948 griffen in das Leben der Bewohner die Repressalien des kommunistischen Regimes ein. Während der Phase der kommunistischen Herrschaft ist es zu Zunahme der industriellen Herstellung, zu Liquidierung des historischen Kernes, zum Ausbau viele Neubauviertel mit unvollendeter Infrastruktur, zur Vernichtung von historischen Bauten unter der Burg und des Donauufers aber auch zur Entwicklung von Verkehrswegen gekommen. Die Abrechnung mit dem Erbe der kommunistischen Ära, verläuft in Bratislava genau so wie in vielen anderen Städten in Mittel- und Osteuropa. Am 1.1.1993 wurde Bratislava die Hauptstadt der unabhängigen Slowakischen Republik.
Kultur - Bratislava
So wie in den anderen entwickelten europäischen Städten, finden Sie auch in Bratislava ein reichhaltiges Angebot des kulturellen und gesellschaftlichen Lebens. Sie können Theater, Galerien, Konzerte, Kinos, Museen oder sonstige kulturellen Möglichkeiten und Aktivitäten aufsuchen. Zum Beispiel das Städtische Museum Bratislava, Galerie der Stadt Bratislava, die Städtische Bibliothek, ZOO Garten, das Slowakische Nationaltheater, die Kleine Bühne SND, das Theater P.O. Hviezdoslava, Slowakische Nationalgalerie, Internationale Kunsthaus für Kinder BIBIANA und weitere. Ein Erlebnis kann der Besuch der Slowakischen Philharmonie oder der Auftritt irgendeinen Folklore- oder Volkskunstensembles. In Ihrer Auswahl kann Ihnen das Kultur- und Informationszentrum Bratislava helfen. Aus Gründen des umfangreichen Angebots haben wir für Sie praktische Hinweise auf Seiten, die Ihnen aktuelle Informationen vermitteln. Wir empfehlen zum Beispiel: http://www.bratislava.sk/_kultura.asp http://www.bkis.sk/ http://www.kultura.sk
Sport - Bratislava
Für Freizeit- und Sportaktivitäten können Sie die hervorragende Infrastruktur der Metropole nutzen. Für die Familiären Aktivitäten ist zum Beispiel ein Besuch des Areals Partizánska Lúka geeignet, das als ein Ausflugsziel und Eintrittspunkt in den Waldpark von Bratislava dient. Attraktiv ist auch die Sesselseilbahn Železná studienka - Kamzík, die einen Höhenunterschied von 186 m hat. Ein Ziel eines angenehmen Spaziergangs kann auch der Lehrpfad Červený most – Železná studienka – Kamzík sein, der ca. 4 km lang ist und insgesamt 18 Stationen hat. Das Terrain der mittelschweren Strecke hat einen Höhenunterschied von 210 m. Der Lehrpfad ist mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichbar. Ein weiterer Lehrpfad ist der Dehndrohlogischer Lehrpfad, 400 m lang. Zu den bekanntesten touristischen Lokalitäten von Bratislava gehört sicherlich das Tal Horná Mlynská dolina – Železná studienka. Es ist ein Teil des Waldparks von Bratislava und befindet sich am südlichen Rand des Schutzgebietes Malé Karpaty. Freunde der aktiven Erholung werden sicherlich eine der Fahrradwege nutzen, ggf. die große Anzahl der Sporteinrichtungen und Fitnesscenter, Freibäder, Golfplätze, Reitschulen und weitere attraktiven Angebote und Veranstaltungen. Die große Aufforderung für tüchtige Einzelpersonen ist auch die Umgebung von Bratislava, die genügend Raum für Ihre Erholung und Ausspannung bietet.
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